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Plastikfrei und vegan – Geht das?

Nachhaltig leben ist nicht immer leicht. Alte Verhaltensweisen hinterfragen, sich nach Alternativen umsehen, neue Gewohnheiten etablieren, auf manche Dinge verzichten – all das braucht Energie und Zeit. Die gute Nachricht ist, dass niemand von dir erwartet, von heute auf morgen ein nachhaltiges Vorzeigeleben zu führen. Taste dich Schritt für Schritt vor und setze um, was du kannst.

 

Auf der Reise zu einem möglichst nachhaltigen Lebensstil ist es normal, ein bisschen überfordert zu sein. An allen Ecken und Enden gibt es etwas zu ändern. Soll ich mich zuerst um Zero Waste kümmern? Allgemein möglichst wenig konsumieren? Auf emissionsfreie Verkehrsmittel umsteigen? Vegan leben?

 

Zumindest bei der Frage, ob plastikfrei oder vegan Vorrang haben sollte, wollen wir ein bisschen den Druck rausnehmen. Denn oft lässt sich beides ganz leicht verbinden! Ein paar Beispiele zeigen, dass sich Müllvermeidung und rein pflanzliche Lebensweise gut ergänzen.

 

Warum plastikfrei? Warum vegan?

 

Wenn du dich fragst, ob du eher auf Plastikfreiheit oder Veganismus achten solltest, hast du dich sicher schon ein wenig mit den Gründen für beide Lebensstile auseinandergesetzt. Trotzdem wollen wir noch einmal daran erinnern, warum es sich überhaupt lohnt, beides umzusetzen – als Motivationsschub sozusagen.

 

Plastikmüll ist ein gigantisches Umweltproblem. In den Meeren treiben riesige Teppiche aus Plastik. Schätzungen gehen von 5 bis 13 Millionen Tonnen Plastikmüll aus, der jährlich (!) neu in die Meere gelangt. Das sind kaum fassbare Dimensionen. In etwa entspricht das einer Lastwagenladung pro Minute. Dieser Plastikabfall ist eine Zumutung für Meeresbewohner. Tausende Meeressäuger und Meeresvögel leiden darunter. Sie verwechseln Plastikteile oder Tüten mit Nahrung. Bei fast allen Meeresvogelarten lässt sich Plastik im Verdauungstrakt nachweisen. Aber auch für den Menschen wird das Müllproblem gefährlich: Die Kunststoffe zersetzen sich zu Mikroplastik, was sich in Flüssen, Seen und auch in unserem Trinkwasser wiederfindet.

 

Die Gründe, vegan zu leben, sind mindestens genauso schwerwiegend. Tierprodukte tragen einen erheblichen Teil zum Klimawandel bei und sind verantwortlich für viele andere Umweltschäden. Tierhaltung ist eigentlich wahnsinnig ineffizient. Ein Kilo Rindfleisch verursacht 22 Kilo Treibhausgase, braucht bis zu 9 Kilo Getreide und 15.000 Liter Wasser. Für eine Kalorie aus Rindfleisch müssen bis zu 21 Kalorien aus Getreide verfüttert werden. Eine vegane Ernährung nutzt die vorhandenen Ressourcen also viel besser aus. Oder einfacher gesagt: Würde sich die ganze Welt vegan ernähren, bräuchten wir viel weniger Acker- und Weideland, weniger Wasser und würden viel weniger Treibhausgase verursachen. Das hieße auch weniger Abholzung von Regenwäldern und weniger Artensterben durch die Zerstörung von Lebensräumen.

 

Als wäre das nicht Grund genug, haben wir das Thema Tierleid bisher noch einmal erwähnt. Massentierhaltung ist grausam und ausbeuterisch. Intelligente Tiere werden auf kleinstem Raum eingepfercht und verenden manchmal schon vor der Schlachtung. Männliche Küken werden vergast, weil sie dem Produzenten nichts „nützen“. Und auch die Tötung selbst ist am Ende einfach nicht nötig, wenn es sich mit Produkten ohne tierischen Ursprung mindestens genauso gut lebt.

 

Vegan und plastikfrei verbinden

 

Die Probleme sind drängend, der Wunsch nach Veränderung groß. Der schlechteste Ansatz ist aber, auf Anhieb alles richtig machen zu wollen. Kleine Veränderungen Schritt für Schritt können hilfreicher sein als sofortige, radikale Änderungen, die man nicht durchhalten kann.

 

Trotzdem ist es in manchen Bereichen gar nicht so schwer, sowohl auf Plastik als auch auf Produkte tierischen Ursprungs zu verzichten. Wir stellen dir ein paar davon vor.

 

  • Vegane Kosmetik ist häufig ohnehin plastikfrei verpackt, weil die Hersteller wissen, dass ihren Kunden beide Themen wichtig sind. Plastikfreie Seifen, Gesichtscremes, Zahnpflege kommen oft auch ganz ohne Tierprodukte und -versuche aus. Kennst du zum Beispiel schon das Puremetics Trockenshampoo – vegan und im praktischen Streuer aus Recycling-Pappe? Oder deren veganen und plastikfreien Deo-Stick? Auch für Utensilien, wie Zahnbürsten oder Rasierer, gibt es viele Alternativen, die dich beim Zero Waste und veganen Lebensstil unterstützen. Bei den Inhaltsstoffen solltest du auf Lanolin (Wollfett) und Bienenwachs achten, um sicherzugehen, dass deine Kosmetik auch 100% vegan ist.

 

  • Selber kochen vermeidet Müll und Tierleid! Denn du weißt ganz genau, welche Zutaten in dein Essen gelangen – und siehst auch, ob du unnötige Verpackungen vermeiden kannst. Im Unverpackt-Laden einkaufen und sich ein tolles, veganes Gericht kochen, kostet dich zudem weit weniger, als im Restaurant oder im Supermarkt fertiges Essen in Aluschalen und Plastikbehältern zu kaufen.

 

  • Vegane Lebensmittel sind oft ohnehin plastikfrei! Tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, Fisch und Milch müssen aus Hygienegründen in Plastik verpackt werden. Das fällt von alleine weg, wenn du zu frischem Gemüse oder Tiefkühlware aus der Papp-Verpackung greifst. Das gleiche gilt übrigens für viele vegane Grundnahrungsmittel: Bei Reis, Nudeln, Hülsenfrüchten wirst du keine Probleme haben, plastikfreie oder unverpackte Ware zu finden.

 

  • Milchalternativen kannst du einfach selber machen. Solltest du auf (Pflanzen-)Milch nicht verzichten wollen, wirst du im Supermarkt kaum um Plastikverpackungen drum herum kommen. Aber: Im Gegensatz zur Kuhmilch lassen sich Hafer-, Mandel-, Reis- oder Leinsamenmilch leicht selbst herstellen mit Hilfe eines Nussmilchbeutels. Im Internet findest du schnell einfache Rezepte, zum Beispiel dieses hier für selbstgemachte Hafermilch.

 

 

Schritt für Schritt ans Ziel

 

Du wirst schnell merken, dass es gar nicht so schwer ist, weniger Müll zu verursachen und gleichzeitig, um Produkte tierischen Ursprungs einen Bogen zu machen. Aber das Wichtigste: Es geht nicht darum, das perfekte vegane Zero Waste-Leben zu führen, sondern vielmehr, Müll und Tierleid so gut es geht zu verringern. Schon kleine Änderungen haben eine große Wirkung und nach und nach wirst du immer besser darin, neue Alternativen zu finden und sie in deinen Alltag einzubauen.

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