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Pflanzenmilch als Milchersatz - Die besten veganen Alternativen zu Kuhmilch

Ob im Kaffee, Kakao oder täglichen Müsli – besonders morgens greifen wir oft zu Kuhmilch. Dabei beginnt eine bessere Welt bereits am Frühstückstisch, denn unsere Ernährung macht 15% des persönlichen CO2-Ausstoßes aus. In unserem heutigen Blogbeitrag wollen wir dir zeigen, wie du deinen Alltag auch im Bereich Ernährung nachhaltiger gestalten kannst, ohne auf liebgewonnene Rituale zu verzichten. Auf Nachhaltigkeit umzustellen bedeutet zwar meist Veränderung, aber diese muss nicht immer mit Verzicht einhergehen. Pflanzliche Alternativen finden sich mittlerweile nicht mehr nur in Bioläden, sondern auch in den Regalen von Supermärkten. Geschmacklich können diese Alternativen längst mithalten, aber sind sie auch wirklich nachhaltiger als Kuhmilch? Das haben wir mal genauer unter die Lupe genommen.

 

Darum ist Kuhmilch nicht nachhaltig:

Die glückliche Kuh auf dem Milchkarton täuscht ein intaktes Landleben vor. Herkömmliche Kuhmilch ist dagegen meist das Ergebnis von Massentierhaltung und industrieller Landwirtschaft. Bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 50,6 kg in Deutschland im Jahr 2018, kann diese Nachfrage schließlich nur mit einer großflächigen Massentierhaltung gedeckt werden. Schädlich für die Umwelt sind dabei die von den Kühen abgegebenen Methangase und die Futtermittelproduktion. Das gilt insbesondere für die konventionelle Tierhaltung, bei der die Tiere meist mit sojahaltigem Futter gefüttert werden, welches weite Strecken zurücklegt. Laut einer aktuellen Oxford-Studie verursacht ein Liter Kuhmilch so 3,2 Kilo CO2, was in etwa einer Autofahrt von 17 km entspricht. Zusätzlich wird pro Liter eine Fläche von 9 m2 gebraucht und 628 l Wasser.

 

Wie sieht es bei pflanzlichen Drinks aus?

Die schlechte Umweltbilanz von Kuhmilch ist einer der Gründe, warum immer mehr Menschen auf pflanzliche Alternativen umsteigen. Übrigens: Auch wenn sie die Kuhmilch ersetzen sollen, dürfen die meisten pflanzlichen Alternativen laut einer EU-Verordnung nicht als Milch vermarktet werden. Stattdessen werden sie als Drink oder Getränk bezeichnet. Mit einer Ausnahme: Kokosmilch darf Milch genannt werden, da sie bereits vor der Verordnung auf dem Markt war. Doch hat vegane Milch tatsächlich eine bessere Ökobilanz?

 

Hafermilch – Ist in punkto Nachhaltigkeit der klare Gewinner, denn er wächst in Deutschland und Europa und ist ein anspruchsloses Getreide. Zum Anbau sind in der Regel weder Dünger noch Pestizide notwendig. Und auch bei Emissionen, Wasser- und Flächenverbrauch liegt der Haferdrink ganz weit vorne. Pro Liter werden nur 0,9 Kilo CO2 ausgestoßen, 48 l Wasser verbraucht und die Landnutzung liegt bei gerade mal 0,8 m2. Wie du Hafermilch ganz einfach selber herstellen kannst, erfährst du weiter unten.

 

Sojamilch – An Sojamilch denken wohl die meisten, wenn sie nach pflanzlichen Milchalternativen gefragt werden. Entgegen hartnäckiger Gerüchte wird für Sojadrinks kein Regenwald abgeholzt. Die für Sojadrinks verwendeten Sojabohnen stammen meist aus Europa und auch der Anbau von genmanipulierten Bohnen ist verboten. Ein Großteil des importierten Sojas (ca. 80 – 95%), für dessen Anbau riesige Flächen Regenwald gerodet werden, wird als Futtermittel in der Viehhaltung genutzt und ist somit ein weiterer Minuspunkt für die Kuhmilch. Bei Sojadrinks sind die CO2-Emissionen und Landnutzung dagegen ähnlich hoch wie bei Hafermilch. Beim Wasserverbrauch liegt Soja mit lediglich 28 l Wasser pro Liter Sojadrink sogar ganz weit vorne.

 

Mandelmilch – Mandelmilch wird bei uns als Milchersatz immer beliebter. Besonders nachhaltig ist sie aber leider nicht. Der Anbau benötigt mit 371 l pro Liter sehr viel Wasser, da Mandeln in trockenen Regionen, wie Kalifornien, angebaut werden. Etwa 80% der Mandeln stammen aus Kalifornien, wo sie in Monokultur auf großen Mandelplantagen angebaut werden. Die für die Bestäubung der Pflanzen eingesetzten Bienen, verenden zum Großteil durch die eingesetzten Pestizide. Hinzu kommen die langen Transportwege.

 

Pflanzliche Milch ganz einfach selber machen:

 

Der Umstieg auf pflanzliche Milch ist äußerst problemlos. Problematischer wird es jedoch, wenn man auf die umweltschädlichen Tetra Paks verzichten möchte. Manche Bioläden führen bereits die Alternativen in Glasflaschen, in herkömmlichen Supermärkten sind sie jedoch längst noch nicht angekommen. Zum Glück kann man vegane Milch ganz einfach selber machen aus Nüssen oder Getreide, wie Hafer oder Dinkel. Am einfachsten geht das mit einem Nussmilchbeutel. Und neben viel Abfall spart man auch noch richtig Geld!

Rezept Hafermilch:

 

Zutaten:

  • 1 Liter Wasser
  • 100 g Haferflocken
  • 3 Datteln oder etwas Agavendicksaft
  • 1 Prise Salz

 

Zubereitung:

 

  1. Das Wasser und die Haferflocken in den Mixer geben. Kernige Haferflocken ca. 15 Minuten einweichen lassen. Zarte Haferflocken können sofort verarbeitet werden.
  2. Die Prise Salz und optional eine Süße deiner Wahl hinzufügen.
  3. Mehrere Minuten auf hoher Stufe mixen.
  4. Die fertige Hafermilch durch einen Nussmilchbeutel abgießen und die Reste gründlich ausdrücken.

 

Die selbstgemachte Hafermilch hält sich im Kühlschrank bis zu 3 Tage. 

 

Unser Fazit:

Wer nachhaltiger Leben möchte oder aus anderen Gründen keine Kuhmilch trinkt, findet in Pflanzenmilch eine tierfreundlichere und umweltverträglichere Alternative. Besonders Soja- und Hafermilch punkten mit ihren Umweltbilanzen. Ausschlaggebend sind bei der Nachhaltigkeit der veganen Alternativen, vor allem die Art und Weise, wie die Pflanzen angebaut und verarbeitet werden. Man sollte deshalb darauf achten, dass die Basis für die Pflanzenmilch ohne Gentechnik, Monokulturen, Pestizide und hohen Wasserverbrauch angebaut werden. Biosiegel geben hier zusätzliche Sicherheit. Besonders bei der Milch zeigt sich, dass bereits kleine Schritte große Auswirkungen haben. Indem man sein tägliches Glas Kuhmilch durch Hafermilch ersetzt, spart man im Jahr bereits über 42.000 Liter Wasser ein! Also, worauf wartest du noch?

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