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Nachhaltige Zahnpflege - Alternativen zu Plastikzahnbürste, Tube & Co.

Wer einmal angefangen hat, sich mit dem Thema Plastikvermeidung zu beschäftigen, bekommt schnell den Eindruck, die Büchse der Pandora geöffnet zu haben. Nach und nach fallen neue Lebensbereiche ins Auge, wo Plastik der unangefochtene Standard zu sein scheint. Die gute Nachricht: Es gibt für fast alles tolle und leicht verfügbare Alternativen. So auch bei der Zahnpflege. Denn für gesunde Zähne braucht es nicht unbedingt Zahnbürsten, Zahnpastatuben und allerlei Verpackungen aus Plastik. Wir stellen dir hier die besten Ersatzprodukte vor.

 

Nachhaltige Zahnbürsten

 

Nach zwei, spätestens drei, Monaten hat eine Zahnbürste ausgedient und muss ausgetauscht werden. Herkömmliche Zahnbürsten bestehen dabei meist komplett aus Plastik – vom Griff bis hin zu Borsten. Bei einer vierköpfigen Familie landen jährlich also bis zu 25 Plastikbürsten samt Verpackung in den Müll. Das geht auch besser!

 

Abhilfe schaffen da Zahnbürsten mit Holzgriff, zum Beispiel aus schnell nachwachsendem Bambus oder aus heimischen Holzarten mit kurzen Transportwegen. Damit ist bereits ein Großteil des anfallenden Plastikmülls beseitigt und durch biologisch abbaubare Materialien ersetzt. Bei den Borsten hast du dann die Wahl zwischen verschiedenen Varianten, etwa aus (Bio-)Nylon oder Bambusviskose. Hier lohnt es sich, einfach zu testen, welche Borsten für die eigenen Zähne und Zahnfleisch am angenehmsten und geeignetsten sind. Auf Grund ihres langsamen Verfalls können die Naturborsten leider noch nicht in der Biotonne entsorgt werden. Entferne sie nach Gebrauchsende vom Holzgriff und gib sie in die Wertstofftonne. 

 

Neben dem Thema Plastikmüll haben die nachhaltigen Produkte noch einen weiteren, entscheidenden Vorteil gegenüber ihren synthetischen Artgenossen: Herkömmliche Zahnbürsten können Schadstoffe im Griff enthalten. So finden sich in Plastikgriffen laut BUND krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Das kannst du bei Produkten aus Holz auf jeden Fall ausschließen.

Es gibt aber noch eine andere Option fürs nachhaltige Zähneputzen ohne Plastik: Miswakzweige sind Naturprodukte, die für die Zahnpflege benutzt werden können. Bearbeitet man das Ende des Zweiges mit den Zähnen und kaut es weich, wird es faserig und gleicht den Bürsten einer Zahnbürste. Dann kann man mit dem pinselartigen Ende des Zweiges behutsam Zähne und Zahnfleisch reinigen. Miswak hat antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften und wird deshalb gerne sogar ohne Zahnpasta benutzt.

 

Übrigens: Für eine gute Mundgesundheit solltest du auch täglich deine Zunge reinigen. Das hilft nicht nur gegen Gerüche, sondern auch zur Vorbeugung gegen Karies und Parodontitis. Dazu sind Zungenschaber oder Zungenbürsten gut geeignet. Und auch hier – wer hätte es gedacht – sind die meisten Produkte aus Plastik. Zum Glück gibt es trotzdem verschiedene Alternativen, wie zum Beispiel Zungenbürsten aus Holz, die Holzzahnbürsten ähneln, aber flacher sind, um den Würgereiz bei der Benutzung zu verhindern. Außerdem werden von einigen Händlern Zungenschaber aus Edelstahl angeboten.

 

Zahnpasta ohne Plastiktuben

 

Weiter geht’s mit dem zweiten elementaren Bestandteil der täglichen Zahnpflege: Zahnpasta wird handelsüblich in Tuben aus Plastik verkauft. Auch das lässt sich besser lösen, denn zum einen wäre der entstehende Plastikmüll vermeidbar und zum anderen können durch die Plastiktuben Schadstoffe in die Zahnpasta gelangen.

 

Zu einer plastikfreien Alternative zu wechseln, lohnt sich also gleich doppelt. Besonders bekannt und beliebt sind Zahnputztabs. Sie werden meist in kleinen Glascontainern oder unverpackt verkauft und sind durch ihre Tablettenform leicht portionierbar. Die Tabs werden mit den Zähnen zerkleinert, bis durch den Speichel eine Paste entsteht. Dann kann mit dem Zähneputzen wie gewohnt losgelegt werden. Die Tabletten sind mit und ohne Fluorid erhältlich.

 

Aber auch die altbekannte Zahncreme gibt es mittlerweile in Glas verpackt. So verzichtet man nicht nur auf die Plastikverpackung, sondern auch auf die bedenklichen Inhaltsstoffe, die in manch herkömmlicher Zahnpasta vorhanden sind. Zusätzlich fällt einem die Umstellung deutlich leichter. Man muss lediglich mit einem Holzspachtel eine kleine Menge auf die Zahnbürste auftragen und schon kann man mit dem Putzen loslegen. Die plastikfreie Alternative gibt es je nach Belieben mit oder ohne Fluorid.

Plastikfreie Zahnseide

 

Regelmäßig Zahnseide zu verwenden, ist für eine gute Mundgesundheit sehr ratsam. Wie gewohnt bestehen die Standard-Produkte aus der Drogerie aber leider aus Plastik. Das fängt natürlich bei der Verpackung an, aber selbst die „Seide“ selbst ist synthetisch und besteht in der Regel aus Nylon oder Kunststoff. 

 

Auf der Suche nach alternativen Pflegeprodukten für die Zahnzwischenräume stößt der nachhaltigkeitsbewusste Plastik-Sparer dann schnell auf sogenannte Bio-Zahnseide. Die bleibt im Unterschied zum Plastikprodukt ihrem Namen treu und besteht tatsächlich aus echter Seide und wird meist mit Bienenwachs überzogen. Für die Plastikvermeidung ist das ein guter Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist Seide für viele ein problematisches Produkt. Für die Ernte der Seide wird der Seidenspinner im verpuppten Stadium getötet. Genauer gesagt wird der wertvolle Kokon in kochendes Wasser geworfen, um die Puppen zu töten und die um den Kokon gewickelte Seide unbeschadet weiterverarbeiten zu können. Ein nachhaltiges Produkt ohne Tierleid kann man bei Bio-Zahnseide aus echter Seide also nicht erwarten.

 

Zum Glück gibt es aber auch vegane Alternativen, für das keine Tiere sterben müssen: Pflanzliche Zahnseide auf Basis von Mais, überzogen mit pflanzlichem Candelillawachs reinigt die Zwischenräume zuverlässig und wird plastikfrei im Glas oder Pappkarton verpackt.

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