KOSTENLOSER VERSAND AB 50 € KOSTENLOSE RETOURE

Warenkorb


Dein Warenkorb ist leer

Einkauf fortfahren

Zero Waste Periode – 4 nachhaltige Alternativen im Vergleich

Es wird Zeit, offen über Menstruation zu reden! Immer noch sind Wegwerfprodukte, wie Tampons und Binden, der Standard für die meisten Frauen. Der Griff zum mehrfach verpackten Tampon, der nach einmaliger Verwendung im Müll landet, ist Routine. So entsteht Monat für Monat ein gigantischer Berg an Müll, der noch Jahrhunderte auf unseren Mülldeponien, Meeren und Stränden zu finden sein wird. Das liegt mitunter auch daran, dass immer noch zu wenig über nachhaltige Alternativen gesprochen wird. Aber nicht nur die Müllvermeidung spricht für einen Wechsel. Neue Studien legen nahe, dass konventionelle Hygieneartikel neben den ökologischen Risiken auch noch gesundheitliche bergen. Wir zeigen dir deshalb, welche beliebten nachhaltigen Menstruationsprodukte es gibt und was bei der Anwendung zu beachten ist. Diese Alternativen sind nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch für deinen Geldbeutel!

Vorteile der nachhaltigen Alternativen zu Tampons & Binden

  • Herkömmliche Menstruationsprodukte enthalten unter anderem Pestizide, Formaldehyd, Weichmacher und Plastik. Da die Vagina ein stark absorbierendes Organ ist, können diese Stoffe ungehindert in den weiblichen Körper gelangen.
  • Wiederverwendbare Alternativen zu Tampons, Binden & Co. sind zwar in der Anschaffung etwas teurer. Da sie aber über einen längeren Zeitraum verwendet werden können, sind sie auf Dauer sogar günstiger.
  • Menstruationswäsche und Stoffbinden aus Baumwolle sind atmungsaktiv und so deutlich hautfreundlicher als herkömmliche Produkte, die Kunststoff enthalten und die Vermehrung von Bakterien und Pilzen begünstigen.
  • Manche der Alternativen, wie die Menstruationstasse, haben ein sehr viel größeres Fassungsvermögen als Tampons oder Binden. So muss man sie nicht so oft wechseln und sie können bis zu 12 Stunden im Körper bleiben.
  • Die nachhaltigen Menstruationsprodukte trocknen im Gegensatz zu Tampons deine Scheidenschleimhaut nicht. So können unangenehme Pilzinfektionen vermieden werden.
  • Die natürlichen Materialien entwickeln im Vergleich zu konventionellen Hygieneprodukte kaum unangenehme Gerüche. Herkömmliche Periodenartikel enthalten oft Duftstoffe, die diese überdecken sollen, was Allergien auslösen kann.

Menstruationsschwamm

Lange bevor es Tampons gab, wurden Menstruationsschwämme für die Monatshygiene verwendet. Ein Menstruationsschwamm ist im Endeffekt ein kleiner Naturschwamm, der wie ein Tampon in die Scheide eingeführt wird. Dort passt sich das weiche, natürliche Material gut an und saugt das Periodenblut auf. Ist der Menstruationsschwamm voll, rutscht er nach unten. So kann er einfach entnommen werden, auch ohne Rückholfaden. Anschließend wird er ausgewaschen und kann sofort wieder verwendet werden.

Sie sind ein Naturprodukt, das auf dem Meeresgrund wächst. Naturschwämme sind äußerst regenerationsfähig und wachsen selbst aus kleinsten Fragmenten zu neuen Exemplaren heran. Die Menstruationsschwämmchen werden nachhaltig von Hand geerntet, damit ein Nachwachsen garantiert ist. Sie eignen sich nach Reinigung und Trocknung perfekt für die plastikfreie Periode. Denn sie sind frei von Chemikalien und Allergenen und nehmen dank der tausenden Kammern und Kanäle im Inneren größere Mengen an Flüssigkeit ohne Probleme auf. Naturschwämme besitzen außerdem Enzyme, die das Wachstum von Schimmel, Mehltau und Bakterien hemmen. Das macht sie zu einem praktischen, wiederverwendbaren Produkt für deine Tage. 

Vorteile: 

  • Wiederverwendbares Naturprodukt aus nachwachsenden Ressourcen 
  • Passt sich deinem Körper an, weder sichtbar noch spürbar
  • Gut verträglich für die Schleimhäute und trocknet die Scheide nicht aus
  • Sport und sogar Sex ist mit Menstruationsschwämmchen kein Problem

 

Nachteile: 

  • Entfernen etwas gewöhnungsbedürftig ohne Rückholfaden 
  • Benutzung schwierig auf öffentlichen Toiletten 
  • Nicht vegan

 

Menstruationstassen 

Die vermutlich bekannteste nachhaltige Alternative zu Tampons, Binden & Co. ist die Menstruationstasse. Das glockenförmige Produkt aus Silikon oder Naturkautschuk hat eine lange Lebensdauer von bis zu 10 Jahren. Die passende Tasse zu finden, kann etwas aufwändiger sein, aber es lohnt sich, da so jeden Monat Müll eingespart wird. Zudem berichten viele Frauen, dass sie weniger Regelschmerzen durch die Menstruationstasse haben. Die Benutzung erfordert etwas Eingewöhnung und Fingerspitzengefühl, aber nach kurzer Zeit hast du den Dreh sicher raus. Am offenen Ende wird die Tasse zusammengefaltet, wahlweise in Form eines C oder S (am besten ein kurzes YouTube-Tutorial schauen), und dann mit gewaschenen Händen eingeführt. Im Körper öffnet sich die Tasse wieder und erzeugt ein Vakuum, wodurch das Blut aufgefangen wird. Je nach Periodenstärke muss die Menstruationstasse zwei bis fünf Mal am Tag entnommen, entleert, mit Wasser ausgespült und wieder eingeführt werden.   
 
Angst vor einem „Rückstau“ ist übrigens unbegründet: Sollte die Tasse tatsächlich voll sein, wird sie undicht. Das wird in der Regel aber nicht passieren, wenn du sie spätestens alle acht Stunden wechselst. Aber auch hier gilt: Zusätzlich andere Produkte wie Binden und Unterwäsche zu benutzen, nimmt dir bei den ersten Anwendungen die Unsicherheit. Die Nutzung ist also nicht ganz so unkompliziert wie etwa bei den Schwämmchen und erfordert etwas Eingewöhnungszeit. Danach kannst du dich aber darüber freuen, im besten Fall für mehrere Jahre keine anderen Menstruationsprodukte mehr kaufen (und wegwerfen) zu müssen. 

Vorteile: 

  • Sehr lange haltbar, so spart man besonders viel Müll ein
  • Lange Wechselphasen, zwischen 3 und 12 Stunden
  • Spart Geld, da die Anschaffungskosten relativ niedrig sind im Vergleich zur Nutzungsdauer
  • Trocknet die Scheidenflora nicht aus und somit oft weniger Infektionen

 

Nachteile: 

  • Silikon kann nur schwer biologisch abgebaut werden
  • Benutzung schwierig auf öffentlichen Toiletten
  • Anwendung erfordert etwas Übung und passt nicht für jede Frau

 

Menstruationsunterwäsche 

Menstruationsunterwäsche ist die perfekte Alternative zu Binden und hat den Vorteil, dass hier nichts verrutschen kann. Sie unterscheidet sich optisch kaum von herkömmlicher Unterwäsche, ist aber an entscheidender Stelle mit einer integrierten Einlage ausgestattet. Diese Einlage besteht aus mehreren Schichten, die die Flüssigkeit aufsaugen und daran hindern, nach außen durchzudringen. Außerdem ist sie antibakteriell, wodurch verhindert wird, dass unangenehme Gerüche entstehen. Der Bereich im Schritt ist bei moderner Periodenunterwäsche nur etwa 5 Millimeter dick, was in Sachen Tragekomfort kaum einen Unterschied zu normalen Slips ausmacht. Ein kleiner Nachteil: Manche berichten, dass sie beim Sport mit der Unterwäsche mehr schwitzten. 

Wie schon erwähnt, schätzen viele Frauen Periodenunterwäsche als zusätzliche Unterstützung, bei der Verwendung anderer Produkte. Theoretisch kann sie aber auch alleine getragen werden. Hier zählt vor allem, womit du dich am wohlsten fühlst. Dazu trägt sicher auch bei, dass du dir Wäsche aussuchst, die dir auch optisch gefällt. Die Menstruationsunterwäsche sollte nach dem Tragen mit kaltem Wasser ausgespült werden. Anschließend kann sie mit deiner normalen Wäsche in der Maschine gewaschen werden und so immer wieder verwendet werden.

Vorteile: 

  • Nachhaltig, da waschbar und wiederverwendbar
  • Nach etwa einem Jahr im Einsatz sind sie kostengünstiger als herkömmliche Wegwerfprodukte

 

Nachteile: 

  • Nicht ganz günstig in der Anschaffung
  • Nicht komplett plastikfrei
  • Nicht zum Baden geeignet

 

Stoffbinden 

Falls du lieber deine normale Unterwäsche tragen willst, sind Stoffbinden eine weitere nachhaltige Alternative. Herkömmliche Binden verursachen jede Menge Müll, der absolut vermeidbar ist. Denn die praktischen Einlagen gibt es auch in waschbar und wiederverwendbar. Außerdem sind sie atmungsaktiv, was die Vermehrung von Bakterien und Pilzen vermindert und es entstehen keine unangenehmen Gerüche. Es gibt wiederverwendbare Binden und Einlagen in vielen verschiedenen Größen und Dicken, von der Slipeinlage bis zur saugstarken Binde für stärkere Tage. Wenn dir die Stoffbinden nicht ausreichend Schutz bieten, kannst du sie mit einer Menstruationstasse oder einem Menstruationsschwamm kombinieren.

Da du dir mehrere Binden auf einmal zulegen musst, wirken die erstmaligen Anschaffungskosten vielleicht etwas hoch. Aber denk daran, die Stoffbinde hat eine Lebensdauer von mehreren Jahren und erspart dir und der Umwelt deshalb einige tausend (!) herkömmliche Wegwerf-Binden. Ähnlich wie bei der Periodenunterwäsche hängt es von dir ab, ob du das Tragegefühl magst oder ob du den Blutfluss lieber stoppen willst. Noch ein Punkt, den du bedenken solltest: Die benutzten Binden wäschst du am besten mit deiner übrigen Kochwäsche mit. Wenn du allein für die Binden eine Maschine anschmeißt, ist der ökologische Nutzen deutlich geringer.  

Vorteile: 

  • Spart viel Müll ein, da sie wiederverwendbar und waschbar sind
  • Durch die Druckknöpfe haben Stoffbinden einen festeren Halt als herkömmliche Binden mit Klebestreifen
  • Atmungsaktives und schleimhautfreundliches Material 

 

Nachteile: 

  • Unpraktisch für unterwegs, da man die benutzte Binde mitschleppen muss
  • Teilweise nicht komplett plastikfrei
  • Hohe Anschaffungskosten, da man mehrere Exemplare braucht

 

Fazit:

Bei den vielen nachhaltigen Alternativen, die Frauen zur Verfügung stehen, kann die Periode wieder zu einer natürlichen Angelegenheit werden. Durch die Vielzahl der Möglichkeiten ist garantiert für jede das Passende dabei. Neben Schmerzen und Stimmungsschwankungen muss uns dann zumindest nicht mehr Monat für Monat das schlechte Gewissen plagen. Bei allen hier vorgestellten Produkten gilt: Einfach ausprobieren und herausfinden, wie du deine Periode für dich gut und nachhaltig hinter dich bringst. Alternativlos sind Einmal-Binden und Tampons jedenfalls nicht.   

Kommentare (0)

Kommentieren Sie